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Was ist nachhaltig und was nur Show? - mit Timo Landener

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Über Greenwashing, Greenwishing und wie Unternehmen tatsächlich nachhaltig handeln.

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In a nutshell: Timo Landener ist Nachhaltigkeitsexperte bei Körber und Host des Podcasts „Das Gleiche in Grün“. Im Gespräch spricht er über die strategische Einbettung von Nachhaltigkeit in Unternehmen – und darüber, warum zu viel über Maßnahmen und zu wenig über Wirkung gesprochen wird. Es geht um Zielkonflikte, Greenwashing-Gefahren und die Notwendigkeit, Nachhaltigkeit intern zu verankern statt nur nach außen zu tragen.

Zwischen Selbstanspruch und operativer Realität

Gleich zu Beginn spricht Landener offen über das Spannungsfeld zwischen ambitionierten Klimazielen und der oft zögerlichen Umsetzung in der Praxis. „Man hat als Unternehmen schnell etwas auf dem Plakat stehen – aber die Frage ist: was davon hat wirklich Relevanz für das Geschäft?“

Er warnt vor einem Auseinanderklaffen von Kommunikation und Wirklichkeit – und appelliert an Unternehmen, ihre Wirkung ehrlich zu prüfen: Was bewirken wir wirklich – und wo lenken wir nur ab?

Nachhaltigkeit braucht Governance – nicht nur Absicht

Ein zentraler Punkt im Gespräch ist die Verankerung von Nachhaltigkeit in internen Strukturen. Landener betont, dass es nicht reicht, ein Nachhaltigkeitsziel zu formulieren. Es brauche klare Verantwortlichkeiten, KPIs, Prozesse – und die Bereitschaft, Nachhaltigkeit in Governance und Steuerung zu integrieren.

„Es geht nicht nur um schöne Absichten, sondern um operative Realität“, so Landener. Ohne organisatorische Verankerung blieben viele Maßnahmen folgenlos.

Scope 3 & Wirkung: Was wir messen, ist entscheidend

Statt sich in Maßnahmen zu verlieren, plädiert Landener für eine Wirkungsorientierung. Besonders bei Scope-3-Emissionen komme es darauf an, realistische Daten, transparente Prozesse und partnerschaftliche Zusammenarbeit entlang der Lieferkette zu schaffen.

„Die Frage ist nicht: Was tun wir? Sondern: Was bewirken wir damit?“ – Das gelte sowohl intern als auch in der Kommunikation nach außen.

Kulturwandel braucht Lernräume

Landener fordert eine neue Haltung im Umgang mit Nachhaltigkeit: weniger Angst vor Fehlern, mehr Bereitschaft zu lernen. „Wir müssen akzeptieren, dass nicht alles sofort gelingt. Aber wenn wir uns nicht bewegen, verändert sich auch nichts.“

Nachhaltigkeit, so seine Überzeugung, ist keine rein technische oder regulatorische Aufgabe – sie ist eine kulturelle Herausforderung. Und die beginnt mit ehrlicher Reflexion, klarer Priorisierung und offenem Dialog.

Neugierig? Hier gehts zur ganzen Folge: 

YouTube: https://youtu.be/ZQDMtH5olJ0
Spotify: https://spoti.fi/3W8KZ1A
Apple: https://apple.co/3C1r8L3 

Weitere spannende Gedanken von Timo findet ihr außerdem in Beiträgen auf unserem infopoint. 

In diesem Artikel schreibt Timo über den gesellschaftlichen Wert der Logistik und geht auf grundsätzliche Fragen ein, die der Verbindung zwischen Nachhaltigkeit und Logistik zur Grunde liegen. 

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Autor*in

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