• Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit und Logistik - Von der Circular Economy und der Resilienz

Timo Landener

Blogpost 1 von 2: Was Resilienz wirklich bedeutet (und was nicht): Robustheit, Antifragilität und Effizienz im Vergleich.

In a nutshell: In mehreren Blogposteinträgen habe ich bereits über die Circular Economy geschrieben. Neben der Definition der Circular Economy habe ich die Notwendigkeit und die ökonomische Sinnhaftigkeit unterstrichen. Verrückt eigentlich, dass ich bisher ein zentrales Argument bezüglich der Circular Economy ausgespart habe: die Resilienz. Das war kein Versehen oder so. Resilienz ist sperrig, schwierig zu messen, und noch schwieriger zu verargumentieren, vor allem im Hinblick auf klassische ökonomische Betrachtungsweisen. Auch in Zeiten von Lieferkettenzusammenbrüchen aufgrund von Pandemien, quer stehenden Schiffen in den Kanälen dieser Welt, geopolitischen Konflikten und klimabedingten (Ernte-) Schocks. Resilienz ist eher ein unternehmensstrategisches, lieferkettenumfassendes, systemisches und leicht philosophisches Themengebiet. Und zusätzlich erzeugt ein Blogpost über Resilienz auf einer Vergleichsplattform, wo sich primär Logistiker tummeln, so viel Aufmerksamkeit wie ein Arthouse-Film zwischen zwei Marvel-Trailern. Aber hey: Das ist meine Blogpostserie. Also darf ich auch meine Beiträge über Circular Economy so aufbauen, wie ich es will. Also widme ich mich nun der Resilienz. Und ab dafür!

Disclaimer und Tipp: Da Resilienz häufig mit einer Vielzahl unterschiedlicher Eigenschaften gleichgesetzt wird, habe ich mich dafür entschieden, den Blogpost in zwei Teile zu gliedern:

  1. Grundlagen (dieser Beitrag): Erklärungen, Definitionen und Abgrenzungen
  2. Die Circular Economy als Resilienzfaktor

Der vorliegende erste Teil widmet sich der Frage, warum Resilienz in wirtschaftlichen Systemen, Lieferketten und Organisationen überhaupt eine so zentrale Rolle spielt – und weshalb das dominante Effizienzdenken der linearen Wirtschaft diese Resilienz systematisch untergräbt. Ziel ist es, Resilienz begrifflich einzuordnen, von verwandten Konzepten abzugrenzen und ihren Spannungsbogen zur Effizienz sichtbar zu machen. Im zweiten Teil wird es dann konkreter. Dort zeige ich, wie die Circular Economy nicht nur ökologische und ökonomische Vorteile bietet, sondern ganz praktisch als Resilienzstrategie wirkt – und warum zirkuläre Wertschöpfung ein entscheidender Hebel für widerstandsfähigere Systeme in unsicheren Zeiten ist.

Wer sich nochmal schlau machen möchte bzgl. der Circular Economy, dem lege ich meine bisherigen Blogposteinträge ans Herz:

Fangen wir also – wie bei mir üblich – mit Definitionen und Begriffserklärungen und -abgrenzungen an. (Ggf.) Kontraintuitiv starten wir mit der Frage, warum Resilienz so wichtig ist, bevor wir uns mit der Frage beschäftigten, was Resilienz überhaupt ist.

Also: Warum Resilienz? Oder: Wenn das lineare System Schluckauf bekommt

Wir kennen sie mittlerweile alle, die berühmten Lieferketten- und System-Schocks.

#1 Ein Schiff steht quer. Die Welt steht still.

Ein einziges Containerschiff parkt sich 2021 im Suezkanal. Quer. Nicht symbolisch, sondern physisch. Das Ergebnis: Der weltweite Handel schaut betreten zu. Just-in-Time-Lieferketten, fein austariert auf Minuten, stellen fest, dass sie leider keinerlei Plan B oder C haben. Wenn alles auf einem Weg läuft, reicht ein Schiff für kollektives Stirnrunzeln.

#2 Ein Teil fehlt. Alles bricht zusammen.

Ein Bauteil. Winzig. Unspektakulär. Ein Chip. Nein. Nicht Funny Frisch. Ein Computerchip. Gefertigt in einem einzigen Land. Komparativer Vorteil halt (s. Absatz unten). Stellen wir uns nun vor, dass dieses Land nun militant besetzt wird, und der – in dem Fall – Aggressor also die Regeln ändert (ich merke gerade, dass das zynisch gelesen werden kann; der Ernst der Lage hinsichtlich eines solchen Szenarios war noch nie so groß wie heute – Anfang 2026). Das internationale Ergebnis: Autos ohne Elektronik, Maschinen ohne Steuerung, Produktionshallen mit viel Raum für Nachdenken. Das lineare System liebt Spezialteile aus genau einer Fabrik in genau einem Land, die genau jetzt geliefert werden müssen. Fällt dieses Teil aus – aus welchem Grund auch immer – dann lahmt ein großer Teil der Wirtschaft.

Übrigens: Der komparative Vorteil beschreibt in der Wirtschaftstheorie, dass sich Handel zwischen zwei Parteien lohnt, wenn jede sich auf die Produktion des Gutes spezialisiert, bei dem sie die geringsten Opportunitätskosten hat – also weniger von einem anderen Gut aufgeben muss als die andere Partei. Dies führt zu einer Effizienzsteigerung und Wohlfahrtsgewinn für alle Beteiligten, selbst wenn ein Land alle Güter absolut gesehen teurer produzieren könnte.

Und in diesem Zusammenhang:

#3 Energie ist auf einmal… nicht immer da…

…weil ein weiterer, anderer Aggressor ein Land attackiert und das billige Öl und das billige Gas aus seinem Land nun zwangssanktioniert werden muss. Somit ist eine Volkswirtschaft und dementsprechend auch die Politik, die zuvor angewiesen und abhängig war von den fossilen Brennstoffen des Kriegsverbrechers, nun auf die Suche nach alternativen Energielieferanten. Die Folge: Energiepreise explodieren und Lieferungen sind unsicher. Industrien, die jahrelang auf „billig und ständig“ gesetzt haben, fangen als zu struggeln. Klingt das bekannt? Das lineare System hatte nie vor, Energie zu sparen oder mehrfach zu nutzen. Es hatte vor, sie einfach zu verbrennen. Resilienz war nicht im Budget.

Wir kennen diese Beispiele. Sie passieren. Immer wieder. Und mittlerweile öfter. Und wir wissen aufgrund dessen: Abhängigkeiten sind zwar billig (Skaleneffekte), aber doof. DIE Erkenntnis aus den jüngsten Krisen unserer Zeit. In den Vorstandsmeetings der Corporates wurde als Antwort auf diese Schocks Glokalisierung statt Globalisierung propagiert. Oder Reshoring (Rückführung von ins Ausland verlagerten Geschäftsaktivitäten in das Land, aus dem sie ursprünglich verlagert wurden) bzw. Nearshoring (Auslagerung von Geschäftsprozessen in Nachbarländer, die oft eine gemeinsame Grenze haben):

Quelle: Eigene Darstellung

Zusammengefasst: Das lineare System funktioniert hervorragend unter der Voraussetzung, dass nichts schiefgeht, niemand hustet, kein Schiff quersteht, kein Rohstoff knapp wird, keine Grenze schließt und niemand auf die Idee kommt, die Spielregeln zu ändern. Da diese Voraussetzungen erfahrungsgemäß selten erfüllt sind, offenbart jeder Lieferkettenschock dasselbe Problem:

Ein System, das auf ständigen Zufluss angewiesen ist, bricht zusammen, sobald der Zufluss stockt. Und genau hier entfaltet die Resilienz ihre Wirkmacht.

Und: Wat is nun Resilienz?

Um Resilienz zu verstehen und einzuordnen müssen wir uns mehrere Begrifflichkeiten anschauen, die oft in einen Topf mit Resilienz geworfen werden. Es geht vor allem dabei um die Abgrenzung von

  • Anpassungsfähigkeit (schnell umstellen),
  • Widerstandsfähigkeit (=Robustheit / Störungen und Schocks aushalten) und
  • Erholungsfähigkeit (nach Störung und Schocks wieder zurückkomme).

Diese Fähigkeiten kann man auch in anderer Form beschreiben und darstellen. Nämlich mit Antifragilität, Resilienz und Robustheit, wenngleich das nicht ganz richtig ist (Erholungsfähigkeit ist eine für sich stehende Eigenschaft), aber für unsere Zwecke mache ich mir das mal einfach. Das folgende Schaubild verdeutlicht die unterschiedlichen Aspekte von Antifragilität, Resilienz und Robustheit:

Quelle: John Maeda [4]

Der Reihe nach…

Resilienz

Resilienz beschreibt die Fähigkeit von Systemen, mit Störungen, Krisen und unerwarteten Veränderungen umzugehen, ohne dauerhaft Schaden zu nehmen. Ein resilientes System kann Schocks absorbieren, sich anpassen und sich im besten Fall sogar weiterentwickeln. Dabei geht es nicht darum, Krisen vollständig zu vermeiden, sondern darum, trotz Unsicherheit handlungsfähig zu bleiben.

Resilienz wirkt dabei auf unterschiedlichen Ebenen. Unternehmen sind resilient, wenn sie Lieferausfälle, Preisschocks oder regulatorische Veränderungen verkraften können, ohne ihre Existenz zu gefährden. Lieferketten gelten als resilient, wenn sie nicht von einzelnen Zulieferern, Regionen oder Materialien abhängig sind. Auf gesellschaftlicher und volkswirtschaftlicherEbene zeigt sich Resilienz darin, wie gut Systeme mit Ressourcenknappheit, Klimafolgen oder geopolitischen Spannungen umgehen können.

Resilienz bedeutet niemals die Rückkehr zu einem vorherigen Zustand, was oft missverstanden wird. Resilienz ist nicht die Fähigkeit eines Systems, robust auf massive Störungen zu reagieren und stets zu seinem ursprünglichen Gleichgewicht zurückzukehren. Zeit und Ereignisse bewirken immer Veränderungen in Mustern, Prozessen und Beziehungen, unabhängig davon, wie gering deren Auswirkungen auch sein mögen. Es ist daher treffender, von relativer Erholung zu sprechen. [5]

Übrigens: Resilienz ist natürlich auch ein wichtiger Faktor beim Individuum selbst. Resilienz beschreibt hier die Fähigkeit, mit belastenden Lebensereignissen, Krisen oder Stresssituationen konstruktiv umzugehen und trotz widriger Umstände psychisch stabil zu bleiben. Resiliente Menschen zeichnen sich durch innere Stärke, Anpassungsfähigkeit und eine positive Grundhaltung aus, die es ihnen ermöglicht, Herausforderungen als bewältigbar oder sogar als Lernchance zu betrachten. Dazu gehören Eigenschaften wie Selbstwirksamkeit, Optimismus, emotionale Regulation und Problemlösekompetenz. Resilienz ist dabei keine angeborene, unveränderliche Eigenschaft, sondern entwickelt sich im Zusammenspiel persönlicher Erfahrungen, sozialer Unterstützung und individueller Bewältigungsstrategien und kann im Laufe des Lebens weiter gestärkt werden.

Robustheit

Robustheit beschreibt in diesem Kontext die Fähigkeit eines Systems, äußeren Belastungen, Störungen oder Veränderungen standzuhalten, ohne dabei seine grundlegende Funktion oder Struktur zu verlieren. Robuste Eigenschaften zeichnen sich durch Stabilität, Verlässlichkeit und geringe Anfälligkeit gegenüber Stressoren aus, wobei das Ziel vor allem darin besteht, Beeinträchtigungen zu vermeiden oder zu minimieren. Im Unterschied zur Resilienz, die Anpassung und Erholung betont, und zur Antifragilität, die von Herausforderungen profitiert, bleibt Robustheit weitgehend unverändert gegenüber äußeren Einflüssen und bewahrt den bestehenden Zustand.

Antifragilität

Antifragilität bezeichnet die Eigenschaft von Systemen, Menschen oder Organisationen, nicht nur widerstandsfähig gegenüber Störungen, Stress oder Krisen zu sein, sondern gerade durch diese Einflüsse stärker, anpassungsfähiger und leistungsfähiger zu werden. Im Gegensatz zu fragilen Systemen, die unter Belastung zerbrechen, oder resilienten und robusten Systemen, die mit Belastungen umgehen können bzw. die Belastungen lediglich standhalten, profitieren antifragile Strukturen von Unsicherheit, Fehlern und Veränderungen. Sie lernen aus Stressoren, nutzen Rückschläge als Entwicklungschancen und verbessern sich durch Variation, Feedback und Anpassung, wodurch Wachstum und Fortschritt erst möglich werden.

Um Resilienz noch besser einordnen zu können, müssen wir uns auch ihren Gegenspieler, ihren Professor Moriarty, anschauen: die Effizienz.

Mythos Effizienz

Seit Adam Smith gilt die Beseitigung von Redundanzen und das Erwirken von Effizienzen als das Nonplusultra der Betriebswirtschaftslehre. Das ist auch grundsätzlich nicht komplett falsch, hat aber eine Kehrseite mit ordentlich Gravitas. Denn:

Mit steigender Effizienz nimmt die Resilienz ab.

Aber diesen Zusammenhang schauen wir uns etwas später näher an. Zunächst mal entmystifizieren wird ein bisschen das Dogma der Effizienz.

Die Tugend der Effizienz ist bis heute von unschätzbarem Wert. Sie verkörpert sich in internationalen Institutionen wie der Welthandelsorganisation (WTO), die den internationalen Handel effizienter gestalten will. Sie ist zentral für den Washingtoner Konsens, der die Liberalisierung des Handels und ausländischer Direktinvestitionen, effizientere Steuersysteme, Deregulierung und Privatisierung, transparente Kapitalmärkte, ausgeglichene Haushalte und den Abbau von Redundanzen in Regierungen und Behörden fördert. Darüber hinaus wird Effizienz an jeder Wirtschaftshochschule weltweit gelehrt. [5]

Effizienz zielt darauf ab, Ineffizienzen zu beseitigen, also Redundanzen, die die Geschwindigkeit und Optimierung wirtschaftlicher Aktivitäten verlangsamen könnten. [5] Effizienz kann für Menschen aber auch etwas sehr Negatives sein. Sie wird meist per Definition als etwas Gutes dargestellt, während Ineffizienz als Synonym für schlecht oder mangelhaft gilt. Dabei ist es offensichtlich, dass sowohl Effizienz als auch Ineffizienz positive wie negative Auswirkungen haben können. Folgende Darstellung soll diesen Zusammenhang verdeutlichen:

Quelle: Eigene Darstellung

Auf dem linken Bild sehen wir einen geradlinigen Kanal. Dieser ist wirtschaftlich effizient, denn ein kanalisiertes Flussbett ermöglicht eine schnelle Schifffahrt, effiziente Nutzung des Wassers für Wirtschaft und Landwirtschaft. Es ist aber auch anfällig für Überschwemmungen, da die Natur des geraden Kanals verhindert, dass Überschwemmungen abgefangen werden.

Auf der rechten Seite sehen wir ein natürliches, mäandrierendes Flussdelta. Dieses ist weniger wirtschaftlich, weil die unregelmäßigen Wasserwege für Schiffe oder wirtschaftliche Nutzung schwieriger und langsamer sind. Im Gegensatz dazu sind sie besser im Hochwasserschutz, da die natürlichen Flussläufe Hochwasser besser verteilen, Wasser in Überschwemmungsgebieten speichern und das Risiko von Katastrophen reduzieren.

Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Quelle: Eigene Darstellung

Disclaimer: Hui, jetzt wird es wild und philosophisch. Schonmal ein dickes Sorry an dieser Stelle. Ich habe diese Passagen zigmal raus- und wieder reingenommen. U.a. auch deswegen, weil sie eigentlich nicht viel zum Thema beisteuern, außer zur besseren Einordnung der Wirkmacht der Circular Economy und dass ich über die lineare Wirtschaft herziehen darf. Das Schreiben hat Spaß gemacht. Letztlich habe ich mich aber dazu entschlossen dieses Kapitel drin zulassen. Dem geneigten Pragmatiker empfehle ich zum nächsten Abschnitt zu springen. 

Die lineare Wirtschaft – Eine Entkopplung von der Welt und ihren wechselwirkenden Einzelheiten im Sinne der Effizienz

Mein lieber Herr Gesangsverein: Was eine Überschrift. Ich habe es euch gesagt, jetzt wird dick aufgetragen. Und es geht noch weiter. Denn habt ihr schonmal was vom „(wissenschaftlichen) Reduktionismus“ gehört? Uff! Was? Tja, wir müssen uns zunächst mal dieser Begrifflichkeit bewusstwerden, bevor wir in die Entkopplung der Welt und in unserem Fall der Lieferketten eintauchen können und welche Folgen das hat.

Der (wissenschaftliche) Reduktionismus bezeichnet einen erkenntnistheoretischen Ansatz, bei dem komplexe Systeme in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt werden, um diese isoliert zu analysieren, zu erklären und zu optimieren. Die zugrunde liegende Annahme ist, dass sich das Verhalten des Gesamtsystems vollständig aus den Eigenschaften und Gesetzmäßigkeiten seiner Teile ableiten lässt.

Was hat das nun mit der linearen Wirtschaftsweise und der ihr innewohnenden Lieferketten zu tun? Übertragen auf moderne Lieferketten zeigt sich ein solches reduktionistisches Denken darin, dass einzelne Prozessschritte – etwa Produktion, Verarbeitung, Logistik und Verkauf – getrennt voneinander optimiert und betrachtet werden, ohne ihre sozialen, ökologischen und kulturellen Wechselwirkungen im Gesamtsystem ausreichend zu berücksichtigen.

Diese Perspektive isoliert also einzelne Elemente aus dem Kontext der sie erhaltenden lebenden Matrix. Die Maximierung der Effizienz einzelner Systemaspekte oder der (vorübergehende) Erfolg bestimmter Einzelelemente einer Kette, sind für das langfristige Denken und Überleben von untergeordneter Bedeutung. [6]

Aber: Der Fokus auf Effizienz, Kostenminimierung und Skalierbarkeit einzelner Glieder der Lieferkette führt so zu einer systemischen Intransparenz, in der Verantwortung fragmentiert wird und emergente Effekte wie Umweltbelastung, ethische Problemlagen oder Abhängigkeiten unsichtbar bleiben.

Die Auswirkungen dessen lassen sich unter anderem daran erkennen, wie vielfältig die Player innerhalb einer Lieferkette sind. Lieferketten umfassen in der Regel eine Vielzahl von Akteuren, deren Anzahl je nach Branche und Produktkomplexität stark variiert und von wenigen Dutzend bis hin zu mehreren hundert Beteiligten reichen kann.

Schauen wir uns drei Auswirkungen einer in Einzelteilen zerlegten und durchoptimierten Kette genauer an: Externalisierung (externe Effekte), Spezialisierung und Entfremdung.

Externe Effekte / Externalisierung

Die Marktgleichgewichtstheorie und Rationalisierungsprozesse stellen die Effizienz in den Mittelpunkt ihrer Gleichungen und ignorieren die thermodynamischen Auswirkungen negativer externer Effekte [5], die realen, physikalisch messbaren Energie- und Umweltfolgen wirtschaftlicher Aktivität also, die in klassischen ökonomischen Modellen nicht ausreichend berücksichtigt werden.

Effizienz ist ein linearer Prozess, beschränkt auf die jeweilige Produktionskette und Markttransaktion. Ökonomisch betrachtet werden einzelne Stufen der Lieferkette als getrennte Wertschöpfungseinheiten organisiert und jeweils nach eigenen Effizienzkriterien optimiert. Diese analytische und organisatorische Zerlegung führt dazu, dass Kosten nur dort berücksichtigt werden, wo sie unmittelbar anfallen und bilanziert werden können.

Folgen wie Treibhausgasemissionen gelten als „externe Effekte“ und werden nicht im Produktpreis abgebildet, sondern auf die Allgemeinheit, die Umwelt oder zukünftige Generationen ausgelagert. Diese negativen Nebenwirkungen, die in jeder Phase des Prozesses auftreten und weit über die Produktion und Lieferung des jeweiligen Gutes hinausreichen können, werden selten bis nie berücksichtigt. Und genau diese negativen externen Effekte, die aus Effizienz- und Produktivitätssteigerungen resultieren, ermöglichen es Unternehmen, ihre Gewinne zu steigern. [5]

Der reduktionistische Blick erleichtert diese Externalisierung, weil Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge über Systemgrenzen hinweg unscharf werden. Man kann in einem komplexen System nicht irgendeine Kausalbeziehung isoliert betrachten. Betrachtet man dennoch Ereignisse isoliert, ohne ihre tief reichenden Wurzeln zu würdigen, kann man fast jede beliebige Schlussfolgerung aus ihnen ziehen. Nur weil komplexe und miteinander verknüpfte Probleme schwer zu lösen sind, hilft es nicht, sie in kleinere und scheinbar leichter zu lösende Probleme aufzuteilen. [6]

Bei einer solchen Isolation oder Entkopplung wird zudem Verantwortung fragmentiert. Jeder Akteur optimiert „seinen“ Teil, während die kumulativen Effekte des Gesamtsystems niemandem eindeutig zugerechnet werden können. Externalisierung ist damit nicht nur ein Marktversagen im klassischen ökonomischen Sinne, sondern Ausdruck eines reduktionistischen Systemverständnisses, das komplexe Zusammenhänge strukturell ausblendet und dadurch scheinbar günstige, tatsächlich jedoch gesellschaftlich teure Produkte hervorbringt.

Versuchen wir also einzelne Parameter zu maximieren oder das gesamte System zu optimieren? Anstatt uns darauf zu konzentrieren, die Überlebensfähigkeit und -wahrscheinlichkeit des Systems als Ganzes zu erhöhen, neigen wir dazu, uns in der Lösung von Einzelproblemen und die Maximierung der Effizienzen pro Element zu verlieren und demnach ein Problem / eine Herausforderung nach dem / der anderen anzugehen. 

Spezialisierung

Reduktionismus führt unweigerlich zu Spezialisierung. Dabei ist die Spezialisierung sowohl Voraussetzung als aber auch Verstärker reduktionistischen Denkens. Indem Aufgaben, Wissensbereiche und Verantwortlichkeiten immer weiter ausdifferenziert werden, entsteht ein hohes Maß an Effizienz und Expertise auf der Ebene einzelner Teilprozesse.

Akteure optimieren ihren jeweiligen Teilprozess, ohne die Auswirkungen auf das Gesamtsystem zu überblicken oder zu verantworten. Dadurch verengt sich der Blick auf lokale Effizienz, während Wechselwirkungen und kumulative Effekte ausgeblendet bleiben. In diesem Zusammenspiel trägt Spezialisierung zur Entkopplung von Verantwortung bei und stabilisiert Strukturen, in denen systemische Probleme entstehen, ohne einzelnen Akteuren eindeutig zurechenbar zu sein.

In komplexen Lieferketten bedeutet dies, dass Landwirt:innen, Logistikunternehmen, Verarbeitungsbetriebe und Einzelhandel jeweils hochspezialisiertes Wissen über ihre Funktion besitzen, jedoch kaum Überblick über die systemischen Zusammenhänge und Folgen ihres Handelns haben. Spezialisierung unterstützt damit einen reduktionistischen Zugang, bei dem das „Gelingen“ eines Teils mit dem Funktionieren des Ganzen gleichgesetzt wird.

Diese Verengung begünstigt wiederum die Entkopplung von Verantwortung und die Externalisierung von Effekten. Spezialisierung stabilisiert so ein System, in dem niemand absichtlich schädlich handelt, aber dennoch systemisch problematische Ergebnisse entstehen. Ein ähnliches Phänomen beobachten wir bei der sogenannten „Tyrannei der kleinen Entscheidungen“ (googelt einfach oder [8]).

In diesem Sinne ist Spezialisierung nicht per se problematisch, wird jedoch innerhalb eines reduktionistischen Organisations- und Denkrahmens zu einem Mechanismus, der Ganzheitswissen verdrängt, Wechselwirkungen unsichtbar macht und die Reflexionsfähigkeit des Systems als Ganzes einschränkt.

Zudem (und das ist für die Resilienz interessant), erhöht die Spezialisierung die Fragilität von Systemen, weil sie Abhängigkeiten verstärkt und Redundanzen abbaut. Spezialisierung ist meist die Reaktion auf eine sehr stabile Umgebung, in der es keine plötzlichen Veränderungen gibt. Wenn aber einzelne, hochspezialisierte Elemente ausfallen oder gestört werden, kann das Gesamtsystem nicht flexibel reagieren, da Wissen, Fähigkeiten oder Funktionen nicht mehr verteilt vorhanden sind. Je stärker ein System auf optimierte Teilfunktionen statt auf vielseitige Strukturen setzt, desto anfälliger wird es gegenüber Störungen, Schocks oder unerwarteten Veränderungen.

Entfremdung

Zu guter Letzt – und das ist ein unterschätztes, gesellschaftliches Problem – geht durch diese funktionale Entkopplung der Bezug zwischen Endprodukt und Herkunft zunehmend verloren: Konsument:innen kaufen „standardisierte“ Produkte wie bspw. Bärchenwurst im Supermarkt, ohne Wissen über die landwirtschaftlichen Bedingungen, die Tierhaltung oder die ökologischen Folgen der vorgelagerten Produktionsstufen. 

Dabei geht die Entkopplung so weit, dass wir heutzutage meist nur den letzten zwei oder drei Schritten der Kausalkette respektive der Lieferkette folgen (können), was uns unweigerlich von vielen Dingen und Erfahrungen trennt. Das wiederum führt zu einer gewissen Entfremdung. Eine beispielhafte Kausalkette (in vielen Teilen Lieferkette) kann wie folgt aussehen:

Quelle: Eigene Darstellung

Somit verschwindet allmählich der Bezug zu Herkunft, Arbeitsbedingungen und ökologischen Folgen. Die Entkopplung von Verantwortung und Wissen macht, dass wir die Auswirkungen unseres Handelns nicht mehr sehen oder hinterfragen – wir konsumieren isolierte Teile eines Systems, statt Teil eines Ganzen zu sein.

Entfremdung schwächt die Resilienz, weil sie Wissen, Verantwortung und Handlungskompetenz vom System entkoppelt. Wenn Akteure die Herkunft, Zusammenhänge und Folgen ihres Handelns nicht mehr kennen, werden Störungen spät erkannt und Anpassungen verzögert. Resilienz erfordert jedoch Verständnis für das Ganze, das Bewusstsein von Rückkopplungen und die Fähigkeit, situativ zu reagieren – all das geht in entfremdeten, stark abstrahierten Systemen verloren.

Wie Thor und Loki…Effizienz und Resilienz

Kommen wir nun zu Kain und Abel im wirtschaftlichen Spannungsfeld. Die Beziehung von Effizienz und Resilienz habe ich weiter oben schon angteasert. Ich wiederhole es nochmal:

Mit steigender Effizienz nimmt die Resilienz ab.

Oder anders gesagt: unterm Strich herrscht der Effizienzgedanke, doch der Preis dafür ist die Resilienz. Steigerung der Effizienz geht oft auf Kosten der Resilienz einher. Aber schauen wir uns die Unterschiede genauer an.

  • Effizienz ist ein zeitliches Maß, Resilienz hingegen ein Zustand.
  • Effizienz maximiert die kurzfristige Leistung, Resilienz sichert die langfristige Stabilität.

Das folgende Schaubild beschreibt den Zusammenhang und die Kehrseiten der Medaillen von Effizienz und Resilienz:

Quelle: Ellen MacArthur Foundation [7]

Was wir hier sehen (vereinfacht zusammengefasst): Zu viel Effizienz macht Systeme fragil und krisenanfällig, zu viel Diversität führt zu Ineffizienz und Stagnation. Langfristige Stabilität und Anpassungsfähigkeit liegen in einem dynamischen Gleichgewicht zwischen Effizienz und Resilienz. Gleichgewicht. Im zweiten Teil des Blogposts werde ich darauf zurückkommen.

Im wirtschaftlichen Kontext wird Resilienz oft als Ergänzung – oder bewusste Gegenposition – zum klassischen Effizienzdenken verstanden. Während Effizienz darauf abzielt, Prozesse zu optimieren, Kosten zu senken und Ressourcen möglichst schlank einzusetzen, fragt Resilienz: Was passiert, wenn etwas schiefläuft? Ein hoch effizientes System kann sehr leistungsfähig sein, ist aber häufig auch fragil. Resilienz setzt dem Robustheit, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit entgegen.

Effizienz ist sowas wie der Hochleistungssprinter im hautengen Funktionsanzug. Resilienz ist der Mensch mit dem Rucksack, in dem sich – völlig unsexy – Wasser, Pflaster, Ersatzsocken und ein Apfel befinden. Nicht elegant. Aber ausgelegt auf Handlungsoptionen im Fall der Fälle.

Systeme, die auf maximale Leistung, minimale Kosten und reibungslose Abläufe ausgelegt sind, können Störungen oder unerwartete Ereignisse nur schwer abfedern. Jede Ressource oder Funktion, die „überflüssig“ erscheint und daher eingespart wird, reduziert die Fähigkeit des Systems, auf Stress oder Schocks flexibel zu reagieren. Effizienzsteigerung erhöht damit die Anfälligkeit gegenüber Ausfällen, Engpässen oder Kaskadeneffekten. Im unvermeidlichen Streben nach Effizienz, die einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil darstellt, führen die Entscheidungen einzelner Marktteilnehmer kollektiv zu einer suboptimalen Resilienz [5], die in diesem Zusammenhang ein öffentliches Gut darstellt. [5]

In der Wirtschaft bedeutet Resilienz also: Ein Unternehmen überlebt auch dann, wenn der Zulieferer plötzlich in einem anderen Erdteil festsitzt, der Rohstoffpreis Achterbahn fährt oder jemand auf die Idee kommt, dass man Gesetze auch ändern kann. Resiliente Lieferketten hängen nicht an genau einem Hafen, einer Mine oder einem Anbieter, der zufällig gerade Urlaub macht. Und resiliente Volkswirtschaften geraten nicht sofort in Schnappatmung, nur weil etwas knapper wird, was man jahrelang für selbstverständlich gehalten hat.

Fazit

Die zentralen Krisen der vergangenen Jahre haben schonungslos offengelegt, wie fragil hochoptimierte, linear organisierte Wirtschafts- und Lieferkettensysteme sind. Effizienz, lange Zeit das oberste Leitprinzip betriebswirtschaftlichen Handelns, erweist sich unter realen Bedingungen zunehmend als Risiko. Systeme, die auf minimale Lager, maximale Spezialisierung und globale Abhängigkeiten setzen, funktionieren nur so lange, wie nichts Unerwartetes passiert. Da das Unerwartete jedoch längst zur neuen Normalität geworden ist, geraten diese Systeme immer häufiger an ihre Belastungsgrenzen.

Resilienz bietet hier keinen schnellen Effizienzgewinn, sondern eine strategische Neuausrichtung. Sie verschiebt den Fokus weg von kurzfristiger Optimierung einzelner Elemente hin zur langfristigen Überlebensfähigkeit des Gesamtsystems. Resiliente Systeme akzeptieren Unsicherheit als Grundbedingung und begegnen ihr mit Redundanzen, Diversität und Anpassungsfähigkeit. Dabei geht es nicht um die Rückkehr zu einem vermeintlich stabilen Ausgangszustand, sondern um die Fähigkeit, sich unter veränderten Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln und handlungsfähig zu bleiben.

Die Circular Economy erweist sich in diesem Kontext nicht nur als ökologisches oder ökonomisches Konzept, sondern als konkrete Resilienzstrategie. Durch die Schließung von Stoffkreisläufen, die Reduktion externer Abhängigkeiten und die Wiederverwendung von Ressourcen entstehen Systeme, die weniger anfällig für Lieferausfälle, Preisschocks und geopolitische Verwerfungen sind. Wo Materialien, Energie und Wissen im System verbleiben, wird Verwundbarkeit reduziert und Selbstwirksamkeit gestärkt – auf Unternehmens-, Lieferketten- und volkswirtschaftlicher Ebene.

Letztlich macht die Gegenüberstellung von Effizienz und Resilienz deutlich: Die entscheidende Frage ist nicht, wie schnell oder billig ein System unter Idealbedingungen funktioniert, sondern wie gut es unter Stress überlebt. Die lineare Wirtschaft hat auf Effizienz gesetzt und dabei ihre Widerstandskraft verspielt. Die Circular Economy bietet die Chance, diese Fehlentwicklung zu korrigieren – nicht durch Verzicht auf Effizienz, sondern durch ihre bewusste Einbettung in ein resilientes, systemisches Denken. In unsicheren Zeiten ist nicht das schlankste System das erfolgreichste, sondern dasjenige, das Krisen aushält, aus ihnen lernt und daran wächst.

 

Hast du einen Fehler entdeckt? Dann schreibe mir gerne! Ich bin jederzeit dazu bereit einen Fehler zu korrigieren und darauf hinzuweisen, dass ich etwas korrigiert habe. Ich bin kein ausgebildeter Journalist. Meine Recherchen können nicht so professionell sein wie bei einem Artikel. Neben dem Schreiben eines Blogposts, arbeite ich 40 Stunden regulär bei meinem Arbeitgeber. Ich bitte dies zu berücksichtigen.

Quellen

Autor*in

Timo Landener

Timo Landener arbeitet seit mehr als 20 Jahren im logistischen Bereich, hauptsächlich in der Intralogistik. Und seit er angefangen hat, ist viel passiert, und natürlich hat auch er sich weiterentwickelt. Anfangs interessierte er sich (fast) ausschließlich für die Digitalisierung und Automatisierung logistischer Prozesse. Über die Jahre hat er so ziemlich jede Rolle in dieser Hinsicht ausgefüllt. Von Beratung und Systemdesign über Projektmanagement bis hin zu Produktmanagement und Personalmanagement. Seit dem 01.09.2024 ist er bei der Körber als Innovation Manager (+Sustainability) tätig. Über die letzten Jahre hat er zunehmend eine Expertise im Bereich der Nachhaltigkeit und den daraus resultierenden Fragestellungen für die Logistik aufgebaut. Dieses thematisiert er zusammen mit Moritz Petersen als Host des Podcast „Das Gleiche in Grün“.


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