• Transport
  • ▶️ On-demand

Wie AI-Agents die Lieferterminabstimmung übernehmen – Antworten aus dem Webevent mit ProLogistics

even

Wie digitale Mitarbeiter Teams entlasten, den Avisierungsprozess beschleunigen und Transportkosten senken.

In a nutshell: Viele Serviceprozesse im Transport laufen noch immer manuell: Empfänger müssen kontaktiert, Liefertermine abgestimmt und Statusanfragen beantwortet werden. Das bindet wertvolle Fachkräfte und führt bei Fehlplanungen zu teuren, unnötigen Anfahrten. Die Lösung? AI-Agents. Sie übernehmen die Kommunikation – ob per Telefon oder WhatsApp – und sorgen für eine reibungslose Zustellung, ohne dass ein Mensch zum Hörer greifen muss. 

Du hast das Webevent verpasst? Hier geht’s zur kompletten Aufzeichnung. 

Tobias Braun (Head of Product Management bei proLogistik) beobachtet, dass der Druck auf Service-Teams durch den Fachkräftemangel und steigenden Kostendruck massiv zunimmt. Mit der KI-Agentin „Luisa“ zeigt proLogistik, wie der Schritt von der „monotonen Blechbüchse“ zum intelligenten, autonomen Mitarbeiter gelingt. Gemeinsam haben wir im Webevent beleuchtet, wie KI den Transportservice von morgen effizienter macht.  

Die wichtigsten Fragen und Antworten aus dem Live-Talk haben wir für euch zusammengefasst:  

Was unterscheidet einen einfachen Chatbot von einem echten KI-Agenten? 

Tobias: Für uns ist ein KI-Agent ein digitaler Mitarbeiter. Während ein Chatbot oft nur Fragen beantwortet, damit man danach manuell weitermachen kann, agiert ein Agent autonom. Wir trainieren ihn mit Instruktionen, einer Datenbasis und spezifischen Fähigkeiten (Skills), damit er völlig selbstständig Aktionen durchführen kann – wie ein „digitaler Tobi“. 

Warum braucht die Logistik-Branche genau jetzt diese Technologie? 

Tobias: Die bekannten Probleme wie Fachkräftemangel und enormer Kostendruck haben sich eher noch verschärft. Gleichzeitig haben wir jetzt bei den AI-Frontier-Models einen technologischen Reifegrad erreicht: Die Modelle sind sehr gut und auch auf der Kostenseite erschwinglich geworden. Das ist jetzt ein „Match“. Wir können Mitarbeiter an Stellen einsetzen, wo sie mehr Mehrwert bieten, und KI-Agenten Prozesse autonom durchführen lassen. 

Wie wird sichergestellt, dass die KI bei der Terminvergabe nicht „halluziniert“? 

Tobias: Das Geheimnis liegt in der tiefen Integration. Unsere Agentin Luisa ist direkt mit dem Transportmanagementsystem verknüpft. Sie denkt sich keine Termine aus, sondern nennt ausschließlich valide Liefertermine, die bereits von der Disposition verifiziert wurden. Luisa greift direkt auf die Datenquelle zu und „halluziniert“ daher nicht. 

Was sind die größten Herausforderungen beim Training eines solchen Agenten? 

Tobias: Moderne KI-Modelle sind extrem mächtig. Die Herausforderung ist, sie auf den konkreten Use Case einzuschränken. Wir geben Luisa klare Guardrails (Leitplanken) vor: Sie soll zum Beispiel keine Fragen zum Wetter beantworten oder sich etwas ausdenken. Wir hatten am Anfang den Case, dass sie eine Abstellgenehmigung erlaubt hat, die wir offiziell noch gar nicht angeboten haben. Da muss man das Modell instruieren, dass es sich strikt an die Vorgaben hält.  

Wie gehen AI-Agents mit sensiblen Personendaten um? 

Tobias: Wir geben dem Modell nur so viele Informationen, wie es für die Aufgabe benötigt. Für eine Lieferterminvereinbarung muss Luisa weder den Namen noch die genaue Adresse des Kunden kennen. Diese personenbezogenen Daten bleiben im geschützten TMS-Umfeld, während das KI-Modell nur mit den für den Termin relevanten Fakten arbeitet. 

Können diese Agenten in Zukunft auch komplexe Anfragen bearbeiten? 

Tobias: Absolut. Durch den Plattformgedanken können wir den Modellen Tools geben, mit denen sie in andere Applikationen oder Datenbanken reingehen. So können sie künftig auch den Status von Kommissionieraufträgen prüfen oder Bestellpositionen stornieren. Das ermöglicht die Automatisierung sehr großer und komplexer Prozesse. 

Fazit: Serviceautomatisierung als Hebel gegen den Fachkräftemangel 

Das Webevent hat gezeigt: KI-Agenten wie „Luisa“ sind kein „Basic Text-to-Speech“ mehr, sondern hochperformante Werkzeuge zur Entlastung der Service-Teams. Standardisierte Prozesse in der Lieferterminabstimmung lassen sich sicher an KI-Agenten delegieren. Das spart Zeit in der Disposition, schützt vor Fehlplanungen und senkt damit direkt die Transportkosten. 

Du hast das Webevent verpasst? 

👉 Hier geht’s zur kompletten Aufzeichnung. 

👉 Hier geht’s zum even-Profil von proLogistik. 

Autor*in

even

Unsere Mission ist es, mehr Transparenz und Übersichtlichkeit in die Logistiklandschaft zu bringen. Wir liefern dir Wissen, Inspiration und Insights von Expert*innen – also alles, was du brauchst, um dich im Logistikdschungel zurechtzufinden.


proLogistik Group
250+ Mitarbeitende Deutschland
Mehr

MH Transport und Logistik klein WEB 00583
People&Culture Leadership

Ich, mein Schwiegervater und die Nachfolgeplanung

Rein ins Familienunternehmen - zwischen großen Fußstapfen und eigenem Weg. Der zweite Teil des Interviews mit Patrick Bauer.

MH Transport und Logistik klein WEB 00190
People&Culture Leadership

Vom FC Bayern an die Laderampe

"Es hat mich komplett überfahren" - ein Gespräch mit Patrick Bauer, MH Transport Und Logistik GmbH.

Thumbnail cmc cd
Nachhaltigkeit Verpackung ▶️ On-demand

Box Last Packaging: Nicht komplizierter, nur anders

Antworten aus dem even Webevent mit Oliver Betzer, Business Development Manager & Senior Sales Manager bei CMC Packaging Automation.

Thumbnail ranpak cd 2
Verpackung ▶️ On-demand

Daten aus der Packstraße: Erst wissen, was du verschickst, dann automatisieren

Antworten aus dem even Webevent mit Torben Schultze, Sales Director bei Ranpak.

Thumbnail xproma cd

Verpackungsmaschinen im Überblick: Gute Automatisierung beginnt in den Daten

Antworten aus dem even Webevent mit Nele Logemann, Director Sales & Administration bei XPROMA.

Thumbnail ppwr cd karten
Verpackung ▶️ On-demand

PPWR nach dem ersten Schock: Was jetzt wirklich dringend ist

Antworten aus dem even Webevent mit dem unabhängigen Verpackungsberater Max Haschke.

241127 even blog beitragsbild 5
People&Culture Leadership

Mindestlohnerhöhung 2027: Was Logistikunternehmen jetzt vorbereiten sollten

Für manche Unternehmen wird die Antwort klar sein: Die gesetzliche Erhöhung wird umgesetzt, denn mehr ist wirtschaftlich nicht möglich.

Bildschirmfoto 2026 09 24 um 13 58 57

GTP-Station mit Robotik nachrüsten – Antworten aus dem even Webevent mit Berkshire Grey

Nicolas Dewit von Berkshire Grey über Entscheidungsfindung und die richtige Vorbereitung.

Black Friday4 2
People&Culture

Black Friday und Auswirkungen auf die Logistikbranche

Shoppingekstase für die einen, logistische Herausforderung für die anderen.

Foundersleague Mannheim Tristan Weydt 93
People&Culture Insights

Unternehmertum zwischen Champagner und Panikattacken

Die unzensierte Wahrheit über den Aufbau eines Logistikunternehmens - mit Joshua Balczerowski, Mitgründer und CEO von Comgistics GmbH.

260813 Blogteaser Sonntagsfahrverbot 1920 x 1440 px
Aktuelles Transport

Sonntagsfahrverbot für Lkw gelockert: Löst mehr Straße das Niedrigwasser-Problem?

Über die Ausnahmeregelung, die vier Bundesländer wegen Rhein-Niedrigwasser erlassen haben und warum sie in der Branche umstritten ist.

Liane Stoeckeler
People&Culture Leadership

Das Diensthandy bleibt aus

Wie Liane Menschlichkeit und Resilienz in der Pharma-Logistik vorlebt.