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Tourenoptimierung & Telematik: Antworten aus dem TIS & PTV Webevent

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Wie das Zusammenspiel von Echtzeitdaten und Algorithmen für stabilere Planung und niedrigere Kosten sorgt.

In a nutshell: Viele Touren sehen auf dem Papier perfekt aus – und scheitern im Alltag an der ersten Rampe. Zeitfenster verschieben sich, Fahrzeuge stehen im Stau oder die Be- und Entladezeiten dauern länger als gedacht. Das Problem: In den meisten Unternehmen sind Tourenplanung und Realität getrennte Welten. Während die Tourenoptimierung Software effiziente Routen berechnet, liefert die Telematik die harten Fakten von der Straße. Erst wenn diese Daten zusammenfließen, wird aus einem theoretischen Plan eine belastbare Tour.  

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Sebastian von PTV Logistics kennt das: Tourenplanung ist zwar ein „alter Hut“, doch die Technologie hat sich rasant entwickelt. Trotzdem endet die Planung heute oft genau da, wo die Durchführung beginnt – an einem Medienbruch. Was auf der Straße wirklich passiert, landet selten automatisch zurück im System, sondern bleibt oft im Kopf des Disponenten hängen. 

Gemeinsam mit Fabian Bielefeld (Geschäftsführer bei TIS) und Sebastian Wehowski (Principal Pre-Sales Consultant bei PTV Logistics) haben wir beleuchtet, wie die Verschmelzung von Telematik und Optimierung den Disponenten den Rücken freihält. Die wichtigsten Fragen und Antworten aus dem Live-Webinar haben wir für euch zusammengefasst: 

Wie funktioniert moderne Tourenplanung heute und wo liegt die größte Hürde? 

Sebastian (PTV): Wir machen das seit 40 Jahren, aber die Technologie verändert sich permanent. Heute geht es darum, alle Kunden- und Auftragsdaten sowie Restriktionen wie Hebebühnen oder Temperaturführung in ein System zu bekommen. Die größte Hürde ist oft die Kapazitätsplanung (Gewicht vs. Stellplatz) und die Tatsache, dass wir meist mit Prognosedaten für „morgen“ planen, was von der tatsächlichen Durchführung entkoppelt ist. 

Wie steht es aktuell um die Datenqualität in den Unternehmen? 

Sebastian (PTV): Die Situation hat sich in den letzten Jahren massiv verbessert. Dass wir zu Kunden kommen, die gar nichts wissen, gibt es nahezu nicht mehr. Aber klar ist: Umso besser die Datenqualität, desto besser das Planungsergebnis und die Realität am Ende. 

Warum scheitern Tourenpläne oft an der Realität auf der Straße? 

Fabian (TIS): Heute ist die Tourenplanung oft abgekoppelt von der Telematik. Der Disponent macht in der Nacht seine „Dispo-Magie“, die Aufträge gehen auf die App und das Fahrzeug rollt los. Doch dann kommt der Faktor Mensch: Der Fahrer fährt vielleicht einen anderen Stopp zuerst an oder macht bei einem Kunden eine längere Pause, weil er dort jemanden kennt. Ohne den Rückfluss dieser Echtzeitdaten bleibt die Planung blind für diese Realität. 

Kann eine Tourenplanung Software automatisch aus Realdaten lernen? 

Sebastian (PTV): Genau das ist die Idee hinter PTV OptiFlow. Heute arbeiten wir oft noch mit Durchschnittswerten für Be- und Entladezeiten. Aber Menschen und Kunden sind unterschiedlich schnell. Durch die Partnerschaft mit TIS wollen wir Durchführungsinformationen (wie Standzeitstatistiken) nutzen, um Stammdaten automatisch zu korrigieren. Wenn ich beim Kunden A im Schnitt 15 statt der geplanten 12 Minuten stehe, muss das System das für die nächste Planung lernen. 

Welchen Vorteil haben Disponenten durch die Integration von Telematik und Planung? 

Sebastian (PTV): Disponenten sind oft operative Genies, aber bei der Stammdatenpflege hört es zeitlich oft auf. Die Integration sorgt dafür, dass das Mapping von Plan und Ist nicht mehr nur im Kopf des Menschen stattfindet. Das System lernt aus der Durchführung und gibt bessere Prognosen für die nächste Tour ab. 

Was ist der Kern des gemeinsamen Ansatzes von TIS und PTV? 

Fabian (TIS): Wir müssen das Rad nicht neu erfinden. PTV hat die jahrelange Entwicklung in die Algorithmen gesteckt. Wir bringen das reale Leben über unsere Telematik und eine API-Anbindung dazu. Das Ziel ist eine echte Durchgängigkeit ohne Medienbrüche. 

Fazit: Datenfluss statt Wissensinseln 

Das Webevent hat gezeigt: Der größte Hebel für niedrigere Transportkosten liegt nicht in noch komplexeren Algorithmen, sondern in der Schließung der Lücke zwischen Plan und Ist. Wenn Telematikdaten direkt die nächste Planung füttern, entstehen stabilere Abläufe. Das entlastet nicht nur die Disponenten, sondern sorgt auch für zufriedenere Kunden und Fahrer. 

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