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So planst du ein AutoStore-System – Antworten aus dem even Webevent mit AutoStore

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Vom ersten Kennzahlen bis zum fertigen Grid-Design: Wie aus Anforderungen ein Lagersystem wird.

In a nutshell: Fachkräftemangel, steigende Personalkosten, wachsende Sortimente – der Druck auf Kleinteilelager ist real. Aber wann macht ein AutoStore eigentlich Sinn? Und wie kommt man von den ersten Rohdaten zu einem konkreten Systemdesign? Jörg Wolf, Senior Solution Consultant bei AutoStore, hat im Webevent live gezeigt, wie aus einem eingesendeten Case in wenigen Minuten ein erstes Grid-Design entsteht, inklusive Behälteranzahl, Ports, Robotern und 3D-Ansicht.

Du hast das Webevent verpasst?Hier geht’s zur kompletten Aufzeichnung. 

Während des Webevents mit Jörg Wolf wurde schnell deutlich, wie groß das Interesse an konkreten Planungsgrundlagen ist. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten aus dem Live-Talk hier für euch gesammelt.

Das live geplante System im Grid Designer

Wann macht ein AutoStore eigentlich Sinn?

Jörg: Die Grundvoraussetzung ist einfach. Solange deine Artikel in einen der Behälter passen, ist das System grundsätzlich eine Option. AutoStore bietet drei Behältergrößen, die alle die gleiche Grundfläche von 600 x 400 Millimeter haben und sich nur in der Höhe unterscheiden. Was dann wirklich zählt, sind die individuellen Ziele, wie Platzeinsparung, Durchsatzsteigerung, Personalreduzierung. Genau deswegen lohnt sich eine genaue Analyse der eigenen Anforderungen, bevor man eine Entscheidung trifft.

Welche Kennzahlen brauche ich und wie gut müssen meine Daten sein?

Jörg: Im ersten Schritt schauen wir uns das Statische an: Wie viele Artikel habe ich und wie viele passen in die Behälter? Dann kommt die Dynamik dazu, also wie schnell drehen die einzelnen Artikel? Daraus ergibt sich auch, was wirklich ins System kommen sollte. Sehr schnell drehende Artikel lagert man manchmal effizienter außerhalb. Wer uns aufbereitete Kennzahlen liefert, beschleunigt den Prozess deutlich. Wer keine vollständigen Stammdaten hat, dem helfen wir mit branchenspezifischen Erfahrungswerten aus vergleichbaren Projekten weiter. Es kommt nicht auf den letzten Behälter an.

Muss meine ABC-Struktur ein bestimmtes Verhältnis haben?

Jörg: Nein. AutoStore kommt mit jeder Auftragsstruktur zurecht. Bei einer gleichmäßigeren Verteilung müssen die Roboter etwas tiefer graben, was im Zweifel ein paar mehr Roboter bedeutet. Wir simulieren das vorab und können genau zeigen, wie sich unterschiedliche Strukturen auswirken. Außerdem lernt das System mit der Zeit – häufig benötigte Behälter wandern nach oben und bleiben dort zugänglich.

Macht es Sinn, verschiedene Behältergrößen in einem Grid vorzuhalten?

Jörg: Prinzipiell ja. Man kann verschiedene Zonen für unterschiedliche Behälterhöhen einrichten und so die Flächeneffizienz optimieren. Das bringt aber mehr Komplexität mit sich. Ob sich das lohnt, hängt vom eigentlichen Kostentreiber des Projekts ab. Wenn es der Durchsatz ist, treiben vor allem Roboter und Ports die Kosten, und eine bessere Behälterauslastung spart dort weniger als eine Optimierung beim Durchsatz. Das ist immer eine projektindividuelle Abwägung.

Wie läuft die Planung konkret ab?

Jörg: Wenn die Kennzahlen feststehen, starten wir im Grid Designer, dem gleichen Tool, das später auch das echte System steuert. Wir zeichnen das Grid auf Basis der Behälteranzahl und der verfügbaren Lagerhöhe, positionieren die Arbeitsstationen für Wareneingang und Warenausgang und fügen Roboter, Ladestationen und Access Points hinzu. Im Webevent haben wir das live für einen Industriekunden durchgespielt, der Ersatzteile lagern und versenden möchte – rund 30.000 Behälter, 400 Behälterpräsentationen pro Stunde im Picking und 40 pro Stunde im Nachschub, verteilt auf zwei Schichten. Als Ausgangswert für die Roboteranzahl nutzen wir einen Erfahrungsrichtwert, die Simulation verfeinert das dann und dient später auch als Grundlage für den Leistungstest beim Go-live.

Drei echte Cases: So unterschiedlich können AutoStore-Systeme aussehen

Im Webevent hat Jörg anhand konkreter Praxisbeispiele gezeigt, wie verschieden AutoStore-Systeme je nach Anforderungen ausfallen können. Drei Cases wurden angeschnitten, ein vierter hat zeitlich leider nicht mehr gepasst. Wer tiefer einsteigen möchte, findet alle Details direkt bei AutoStore:

  • Alza – massiver Anstieg bei Durchsatz und Geschwindigkeit im E-Commerce. Ein Beispiel dafür, wie das System mit wachsenden Anforderungen skaliert.
  • Bergfreunde – ROI in zwei Jahren und 288 % Effizienzsteigerung. Ein eindrucksvoller Business Case für alle, die noch abwägen, ob sich die Investition lohnt.
  • Martini Sportswear – kompakter Einstieg, klare Wirkung. Der Sportbekleidungshersteller hat seine Logistik mit AutoStore automatisiert und deutlich gestrafft.

Was kostet so ein System?

Jörg: Eine pauschale Zahl ist wenig aussagekräftig. Viel wichtiger ist der Business Case dahinter. Was kosten heute die Mitarbeitenden, die Fehler, die ineffizienten Prozesse? Erst im Vergleich dazu ergibt eine Investitionssumme Sinn. Budgetpreise geben wir gerne im direkten Gespräch, gemeinsam mit unseren Integratoren, die das Gesamtprojekt dann auch bepreisen können.

Gibt es ein Mietmodell?

Jörg: Ja. Sowohl AutoStore als auch unsere Integratoren bieten Finanzierungsmodelle an, mit denen die Investition vom CapEx ins OpEx verschoben werden kann. Welches Modell am besten passt, klären wir gerne individuell.

Fazit: Von den Daten zum Design – schneller als gedacht

Das Webevent hat gezeigt: Eine erste belastbare AutoStore-Planung braucht keine monatelange Vorarbeit. Wer seine Kennzahlen kennt oder bereit ist, Rohdaten zu teilen, bekommt schnell ein konkretes Bild davon, ob das System zur eigenen Anforderung passt. Der entscheidende Schritt ist die ehrliche Analyse – was sind meine Treiber und was will ich wirklich erreichen?

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