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Service und Wartung für automatisierte Lagersysteme: Worauf es wirklich ankommt

Paul Deiß

Über die richtige Auswahl von Support-Verträgen und die Bedeutung vorausschauender Instandhaltung.

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In a nutshell: Automatisierte Lagersysteme benötigen nach der Einführung eine durchdachte Service- und Wartungsstrategie. Der Beitrag zeigt, welche Bestandteile ein guter Support-Vertrag (SLA) enthält, wie man geeignete Dienstleister auswählt und warum regelmäßige Bedarfsanalysen für die Zukunft entscheidend sind.  

Nach der erfolgreichen Einführung eines automatisierten Lagersystems läuft der Betrieb bereits seit einigen Monaten stabil. Prozesse werden effizienter durchgeführt, die Belegschaft hat sich vom Einführungsstress erholt und sich an das neue System gewöhnt. 

Doch dann taucht sie auf: die erste Fehlermeldung oder der Hinweis, dass ein Update erforderlich ist. Was nun? 

In weiser Voraussicht haben die meisten Unternehmen einen Service Level Agreement (SLA) oder Support-Vertrag mit dem Integrator abgeschlossen. Doch wie sollte ein solcher Vertrag optimal gestaltet sein? Welche Bestandteile sind sinnvoll und wie wählt man diese passend aus? 

Der folgende Überblick liefert kompakte Antworten. 

Die Bestandteile eines guten Service- und Wartungsvertrags 

Technischer Support: 

  • Telefonischer Support: Erste Anlaufstelle für Soforthilfe und erste Einschätzung der Problematik. 
  • Ticketsysteme: Steuerung mittlerer bis größerer Vorgänge und strukturierter Austausch von Informationen. 
  • Fernunterstützung: Techniker greifen per Fernzugriff (z. B. via TeamViewer) auf das System zu. (Hinweis: Die IT-Abteilung muss klären, ob und in welchem Umfang dies zulässig ist.) 
  • Vor-Ort-Service: Für mechanische oder elektrische Probleme, die sich nicht aus der Ferne lösen lassen. 

Vorbeugende Instandhaltung: 

  • Wartung: Regelmäßige Inspektionen und Wartungen verhindern unerwartete Ausfälle. 
  • Updates: Optimierung der Lagerverwaltungssoftware und des Systems selbst. 

Auswahl der richtigen Bestandteile 

Grundsätzlich: 
Die Auswahl sollte auf die Fähigkeiten des Dienstleisters abgestimmt sein. Zukunftsorientiertes Denken bei der Partnerwahl spart Zeit, Kosten und Nerven. Auch das Budget spielt eine wesentliche Rolle – Leistungen, die nicht benötigt oder abgerufen werden, sollten konsequent vermieden werden. 

Kostentreiber: 
Reaktionszeit und Zeit bis zur Problemlösung sind zentrale Kostentreiber. Hier muss risikobasiert bewertet werden, wie schnell ein Problem gelöst werden muss, bevor es zu größeren Verlusten kommt. 

Dasselbe gilt für Wartungsintervalle und den damit verbundenen Aufwand: Je häufiger und umfangreicher die Wartungen, desto höher die Kosten. 

Dienstleister: 
Qualitativ hochwertige Dienstleister bieten individuell gestaltbare Leistungspakete, die auf die Ziele des Kunden abgestimmt sind. Eine offene Beratung und ein aktiver Informationsaustausch sind essenziell für die Zuverlässigkeit der Systeme. 

Zukunft: 
Wachstum verändert die Anforderungen an Lagersysteme. Eine regelmäßige Analyse des Bedarfs ist notwendig, um rechtzeitig Anpassungen vorzunehmen. Jede Firma ist einzigartig, lagert unterschiedliche Produkte – auch Erfahrung und Anpassungsfähigkeit auf beiden Seiten spielen eine große Rolle. Die Flexibilität der SLAs, etwa durch Baukastensysteme, wird hier zum entscheidenden Vorteil. 

Fazit 

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Analyse des konkreten Bedarfs ist entscheidend für den Erfolg der Zusammenarbeit mit Dienstleistern im Bereich Support und Maintenance. Je granularer die Anforderungen definiert werden, desto einfacher ist die Auswahl eines passenden Dienstleisters und die Gestaltung eines Service Level Agreements. 
Besonders wichtig ist die Anpassungsfähigkeit der SLAs: Baukastensysteme, die sich flexibel an veränderte Anforderungen anpassen lassen, garantieren auch in Zukunft die Zuverlässigkeit automatisierter Lagersysteme. 

 

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Autor*in

Paul Deiß

Paul ist Teamleiter Logistik bei Bergfreunde.de und verantwortlich für Technik und Inventur. Dazu zählt der Betrieb und die Wartung der technischen Systeme – insbesondere Autostore und Förderstrecken – sowie die Durchführung der Inventur und Korrekturbuchungen zur Sicherstellung der Bestandssicherheit. Seit 2016 ist Paul Teil des Bergfreunde-Teams. Damals war er maßgeblich an der Einführung der Automatisierung beteiligt, die seither Jahr für Jahr weiterentwickelt und ausgebaut wurde.


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