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KI in der Personalplanung: Effizienz steigern, Teams entlasten

Lisa-Marie Karusseit

Wie KI Schichtplanung revolutioniert: weniger Stress, mehr Flexibilität und zufriedene Mitarbeiter*innen durch smarte Personalplanung.

In a nutshell: KI revolutioniert die Schichtplanung, indem sie Flexibilität und Effizienz vereint. Durch smarte Algorithmen werden Kosten gesenkt, Arbeitskräftemangel bekämpft und die Zufriedenheit der Mitarbeiter*innen gesteigert. Eine moderne Lösung für die Personalplanung der Zukunft! 

Die Logistikbranche steht vor großen Herausforderungen: Fachkräftemangel inklusive hohe Anforderungen der Mitarbeiter*innen, schwankende Auftragslagen und komplexe Schichtplanung erschweren die effiziente Steuerung des Personaleinsatzes. Hier kommt Künstliche Intelligenz (KI) ins Spiel: Sie ermöglicht eine automatisierte, bedarfsorientierte Personalplanung, die nicht nur Kosten senkt, sondern auch auf die Wünsche und Forderungen der Mitarbeiter*innen eingeht. Wie gelingt die erfolgreiche Einführung eines solchen Systems?  

Wie funktioniert KI-basierte Personalplanung? 

KI-basierte Personalplanung nutzt Algorithmen und Machine Learning, um optimale Einsatzpläne für Mitarbeiter*innen zu erstellen. Dabei werden zahlreiche Faktoren berücksichtigt, z. B.: 

  • Auftragsvolumen & Nachfrageprognosen (z. B. saisonale Schwankungen) 
  • Verfügbarkeit & Qualifikationen der Mitarbeiter*innen 
  • Arbeitsrechtliche Vorgaben & Tarifverträge 
  • Präferenzen der Mitarbeiter*innen (z. B. Wunschschichten, Freizeitbedarf) 
  • Effizienzsteigerung durch optimale Teamzusammensetzung 

Vorteile für Unternehmen & Mitarbeitende 

KI-gestützte Personalplanung bietet bessere Planbarkeit und Flexibilität: Mitarbeiter*innen können ihre Verfügbarkeiten angeben, und die KI optimiert die Schichtverteilung so, dass sowohl betriebliche Anforderungen als auch individuelle Präferenzen berücksichtigt werden. Dies führt zu Kosteneinsparungen, da Überstunden reduziert und Unterbesetzungen vermieden werden. 

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die höhere Zufriedenheit der Mitarbeiter*innen. Wunschschichten können fair und objektiv zugewiesen werden. Zudem kann die KI bei kurzfristigen Änderungen automatisiert Anpassungen vornehmen und Alternativen vorschlagen, wenn jemand ausfällt oder der Bestelleingang stark ansteigt. 

Letztlich trägt eine smarte Planung auch zu einer besseren Work-Life-Balance bei, da sie Überlastung vermeidet. Die Teams profitieren von mehr Planungssicherheit und weniger Stress.  

Grenzen der KI-Personalplanung  

Obwohl die Vorteile überwiegen, muss erwähnt werden, dass KI-gestützte Personalplanung einige Nachteile, wie die Abhängigkeit von Datenqualität, das Fehlen menschlicher Intuition und hohe Implementierungskosten hat.  

KI-Systeme sind darauf trainiert, Muster und Prognosen zu erstellen. Bei unvorhergesehenen Ereignissen oder außergewöhnlichen Situationen könnte die KI Schwierigkeiten haben, schnell genug zu reagieren oder anzupassen.  

Zudem kann sie Datenschutzbedenken aufwerfen und Widerstand bei Mitarbeiter*innen hervorrufen. Wie diese in den Prozess mit integriert werden können und die Veränderungen akzeptieren, wird unten näher beschrieben.  

Flexible Arbeitszeiten dank KI: Mehr Chancen für Teilzeit 

In traditionellen Systemen werden Schichten oft für Vollzeitkräfte geplant, und es kann eine Herausforderung sein, Teilzeitmitarbeiter*innen effektiv in das bestehende System zu integrieren. Ein großer Vorteil von KI-gestützter Personalplanung ist die Möglichkeit, mehr Flexibilität in die Schichtmodelle zu bringen. Dies ist besonders relevant für Menschen, die nur zu bestimmten Zeiten arbeiten können, etwa aufgrund von Kinderbetreuung, Pflegeverpflichtungen oder Teilzeitwünschen

  • Individuelle Schichtpräferenzen können hinterlegt werden, sodass Mitarbeiter*innen sich auf bestimmte Zeitfenster oder Tage festlegen können. 
  • KI berücksichtigt Einschränkungen, beispielsweise keine Nachtschichten oder bevorzugte Frühdienste, ohne dass dies die gesamte Planung beeinträchtigt. 
  • Attraktivität der Logistikbranche steigt, da sie sich besser an unterschiedliche Lebenssituationen anpassen kann und somit neue Arbeitskräfte gewinnt. 

Diese Flexibilität kann dazu beitragen, den Arbeitskräftemangel zu reduzieren, indem Menschen angesprochen werden, die unter traditionellen, starren Schichtmodellen nicht arbeiten könnten. Dadurch wird die Logistikbranche inklusiver und gewinnt einen breiteren Zugang zum Arbeitsmarkt. 

Erfolgreiche Einführung: Wie interagieren Mitarbeitende mit der KI?  

1. Mobile Apps für maximale Flexibilität

Ideal für Fahrer*innen, Lagerarbeiter*innen & Außendienstmitarbeiter*innen Mitarbeiter*innen können über ihr Smartphone: 

  • Schichten einsehen & bestätigen 
  • Schichttausch anfragen (automatisch oder mit Genehmigung) 
  • Kurzfristige Schichtangebote direkt annehmen 
  • Verfügbarkeiten hinterlegen 
  • Urlaubsanträge verwalten 
  • Benachrichtigungen bei kurzfristigen Änderungen erhalten  

2. Terminals in Lagerhallen oder Standorten 

Perfekt für Mitarbeiter*innen ohne eigenes Smartphone oder Büro-PC  Interaktionsmöglichkeiten: 

  • Einsatzorte: Lagerhallen, Pausenräume, Kantinen, Rezeption 
  • Verwaltung der oben genannten Funktionen, jedoch nur am Arbeitsort und nicht mobil  
  • Weniger Flexibilität und geringere Kommunikationsmöglichkeiten mit den Mitarbeiter*innen  

3. Desktop-Lösungen für Büroangestellte & Planer  

 HR-Abteilungen & Teamleiter können: 

  • Personaleinsatz per Drag-and-Drop optimieren 
  • Automatisierte Schichtvorschläge prüfen & freigeben 
  • Echtzeit-Analysen über Personalbedarf und Engpässe erhalten  
  • Meist in bestehende HR-Systeme integrierbar (z. B. SAP, Workday) 

Einbindung der Teams  

Möchten Unternehmen KI-gestützte Personalplanung erfolgreich in die Teams einführen, sollten folgende Maßnahmen in Bezug auf die Ausrollung des Systems beachtet werden: 

1. Transparente Kommunikation 

Mitarbeiter*innen müssen verstehen, dass das System sie unterstützt, nicht ersetzt. Frühzeitige Information und offene Diskussionen sind essenziell. Sprechstunden mit HR und die frühe Einbindung der Teamleiter*innen können hierbei helfen.  

2. Mitarbeiter*innenbeteiligung 

Lässt man die Belegschaft mitgestalten, entsteht Akzeptanz. Warum nicht den Namen des KI-Systems von den Teams ausdenken lassen? Feedbackschleifen helfen, Bedenken auszuräumen und das System an praktische Anforderungen anzupassen. 

3. Schulungen & einfache Bedienung 

Eine intuitive App oder Terminal-Lösung erleichtern die Nutzung. Begleitende Trainings sorgen dafür, dass sich alle sicher fühlen. Diese sollten in regelmäßigen Abständen wiederholt werden und in das Onboarding integriert werden. Mehr zum Thema Onboarding lest ihr hier.

ACHTUNG: Mehrsprachige Angebote, ob im System oder in den Trainings, sind für eine höhere Nutzungsrate empfehlenswert.  

Zukunftsausblick: Wohin geht die Reise? 

Voice-Assistenten für Schichtplanung: Mitarbeiter*innen können per Sprachbefehl Schichten tauschen oder Informationen abrufen.  

KI-gestützte Lernplattformen: Mitarbeiter*innen erhalten basierend auf ihrer Erfahrung personalisierte Schulungsvorschläge für das System.  

Noch präzisere Vorhersagen: Kombination von KI mit IoT-Daten (z. B. Echtzeit-Bestandsveränderungen im Lager) für eine dynamische Planung.  

Fazit: KI als Hebel für Flexibiliät, Kosteneinparungen und Mitarbeiter*innenzufriedenheit

KI-gestützte Personalplanung bietet immense Vorteile – von effizienteren Abläufen bis hin zu zufriedeneren Mitarbeitern*innen. Doch der Schlüssel zum Erfolg liegt in der richtigen Einführung: Kommunikation, Partizipation und Vertrauen sind essenziell, um Ängste abzubauen und die Akzeptanz zu fördern. Wer diese Faktoren berücksichtigt, kann KI als echten Gamechanger für eine flexible, moderne Personalplanung nutzen. 

 

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Autor*in

Lisa-Marie Karusseit

Lisa ist seit mehreren Jahren als Personal- und Kommunikationsexpertin in den Bereichen E-Commerce und Logistik tätig. Bei even logistics teilt sie ihre umfangreichen Erfahrungen, führt Gespräche mit Expert*innen und zeigt auf, wie starke People & Culture-Strategien den nachhaltigen Erfolg von Logistikunternehmen fördern. Jenseits des beruflichen Alltags tobt sich Lisa mit abstrakter Kunst kreativ und auf dem Surfbrett sportlich aus.


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