- Interview
So bereitest du dich wirklich auf die LogiMAT vor - mit Max Meister
Über strukturierte Planung, klare Prioritäten und warum spontane Messebesuche oft Zeitverschwendung sind.
Man sagt: Vorbereitung ist alles. Deswegen haben wir Max Meister, Co-CEO von Ludwig Meister und Podcasthost von supplychainhelden.de, gefragt, wie er sich auf die LogiMAT vorbereitet und dabei spannende Einblicke bekommen. Von der gezielten Recherche passender Aussteller über die Priorisierung wichtiger Gespräche bis hin zur optimierten Messe-Routenplanung: Max setzt auf Struktur und Effizienz. Warum es sich lohnt, Besuche vorab anzukündigen, welche Fehler man vermeiden sollte und welche Tipps er für einen erfolgreichen Messebesuch hat – das erfährst du im Gespräch!
Max, wie sieht deine Vorbereitung für die LogiMAT aus?
Meine LogiMAT-Vorbereitung sieht wie folgt aus: Ich setze mich mit meinen beiden Kollegen Florian Ostendarp und Matthias Dambach zusammen und frage, was denn so die Fokusthemen sind, die wir uns anschauen wollen. Dazu ergänze ich dann meine eigenen Punkte, die mir wichtig sind.
Wie entscheidest du, welche Stände du besuchen willst?
Wir machen eine gezielte Recherche: Welche Firmen sind für uns relevant, welche Themen sind spannend? Zusätzlich frage ich meistens noch bei LinkedIn ab mit unseren Prioritäten, welche Firmen man sich anschauen soll. Anschließend machen wir es tatsächlich so, dass wir in das Ausstellerverzeichnis eine Priorisierung reinschreiben, mit allen Kunden oder Firmen, die wir besuchen wollen. Dazu schreiben wir Prior 1, 2, 3.
Wie planst du deine Gespräche mit den Ausstellern?
In einer zusätzlichen Spalte notieren wir konkrete Fragen, die wir stellen wollen, und überlegen uns vorab, welche Technologien oder Prozesse wir hinterfragen sollten. Da sind wir ziemlich spezifisch.
Wie behältst du denn Überblick auf der Messe?
Wir erstellen eine individuelle Tour in unserem Messeplan. Dabei markieren wir alle wichtigen Stände farblich und optimieren unsere Route so, dass wir möglichst effizient durch die Hallen kommen. Und dann müssen wir schauen, wie wir zeitlich durchkommen.
Wie hat das in der Vergangenheit für dich funktioniert? Welche Learnings hast du mitgenommen?
Letztes Jahr war wirklich intensiv – wir haben an einem Tag 30 Stände besucht! Aber das funktioniert nur, wenn du genau weißt, was du dir anschauen willst. Zum Beispiel: Wenn ich bei einem Anbieter eine bestimmte Neuerung sehen möchte, gehe ich direkt zu dem Stand, stelle meine Fragen, schaue mir das Produkt an – und bin dann schon wieder auf dem Weg zum nächsten Termin. Ich glaube, wir haben mittlerweile genug Erfahrung, um genau zu wissen, worauf es ankommt. Vielleicht muss ich in Zukunft aber mal bei even nachschauen.