• Hardware
  • Automatisierung

Locus Robotics in der Praxis – das sind die wichtigsten Learnings

even

Ein Rückblick auf das erste even system design mit konkreten Erkenntnissen für die Planung autonomer Robotiklösungen.

In a nutshell: Das erste even system design-Webinar mit Locus Robotics zeigte, wie ein konkretes Lagerszenario live geplant und bewertet wird – ohne vorbereitete Präsentation, aber mit vielen echten Einblicken. Statt Grundlagen oder Technikdetails ging es darum, wie Unternehmen fundiert prüfen können, ob und wie sich ein AMR-System von Locus in ihre Prozesse integrieren lässt. Besonders spannend: Wie sich Durchsatz, Layout, Flottenplanung und Return on Investment (ROI) in wenigen Schritten modellieren lassen.

👉 Hier geht’s zur Aufzeichnung
👉 Und hier zum Lösungsprofil von Locus Robotics auf even

1. Multibot-Prinzip: Mitarbeitende arbeiten mit der Flotte, nicht mit einzelnen Bots

Locus setzt auf einen sogenannten Multibot-Ansatz: Pickende Mitarbeitende sind nicht einem bestimmten Roboter zugewiesen, sondern arbeiten mit allen AMRs im Umkreis zusammen. Die Roboter übernehmen jeweils mehrere Aufträge gleichzeitig und führen die Bedienenden schrittweise durch ihre Mission. Das ermöglicht eine dynamische Zonenkommissionierung – skalierbar, kollaborativ und effizient auch bei hohem Volumen.

2. Quick & Qualified: Warum Grobplanung oft der bessere erste Schritt ist

Eine präzise Feinkonzeption braucht Zeit und Daten – aber viele Unternehmen müssen erst einmal herausfinden, ob ein AMR-System überhaupt grundsätzlich passt. Genau darauf war das Webinar fokussiert: Mit wenigen Eingaben zu Fläche, Produktivität, Betriebszeit und Pickprofil ließ sich ein valides Ergebnis modellieren. Das verkürzt Entscheidungswege und schafft Klarheit, ob sich ein tieferer Einstieg lohnt.

3. Flexibilität ist Teil des Systems – nicht nur der Software

Ein zentrales Argument für Locus: Das System funktioniert ohne bauliche Eingriffe und kann daher auch bei sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst werden. Anders als bei stationärer Automatisierung wird kein Stahl verbaut, was die Planung erleichtert und spätere Änderungen zulässt. Das betrifft sowohl Layoutanpassungen als auch Schwankungen im Auftragsvolumen oder Pickprofil.

4. Leistungsberechnung basiert auf realistischen Parametern – nicht auf Idealwerten

Produktivitätsprognosen werden bei Locus nicht geschätzt, sondern modelliert: Roboter- und Mitarbeitertaktzeiten, Wegezeiten, Interaktionen mit Staplern, Navigationsfaktoren und Peak-Szenarien fließen in die Kalkulation ein. Die Bewertung erfolgt entlang realer Prozessparameter – z. B. wie viele Roboter pro Mission eingesetzt werden, wie sich Laufwege aufteilen oder wie temporäre Mitarbeitende im Peak die Leistung verändern.

5. Der Business Case steht und fällt mit der Roboterflottengröße

Im gezeigten Case mit einem B2B-/E-Commerce-Mischlager wurde die Produktivität im Vergleich zum Ist-Zustand verdoppelt – bei gleichzeitig rund 50 % weniger Personalbedarf. Die Planung ergab einen Bedarf von 24 Robotern bei 10.000 Pickpositionen pro Tag. Besonders spannend: Der ROI war in weniger als einem Jahr realistisch erreichbar – unter anderem, weil Locus mit einem 100 % Mietmodell arbeitet. Je nach Volumen und Auftragsverteilung können auch temporäre „Peak Bots“ hinzugeschaltet werden.

 

Auf der Suche nach einer passenden Lösung für deine Logistik? Hier geht's zur Vergleichsplattform, die dir die Suche erleichtert.  

Autor*in

even

Unsere Mission ist es, mehr Transparenz und Übersichtlichkeit in die Logistiklandschaft zu bringen. Wir liefern dir Wissen, Inspiration und Insights von Expert*innen – also alles, was du brauchst, um dich im Logistikdschungel zurechtzufinden.


Im Beitrag erwähnte Lösungen


241127 even blog beitragsbild 5
Intralogistik Software

WMS vs. WCS: Wer hat die Kontrolle im automatisierten Lager?

Über Unterschiede von WMS und WCS, ihre Rollen im automatisierten Lager und wann welche Systemarchitektur sinnvoll ist.

Bildschirmfoto 2026 04 22 um 10 40 58
People&Culture Aktuelles

Arbeitsmarkt 2025/2026 im Vergleich

Lagermitarbeiter*innen im Fokus - eine datenbasierte Analyse.

Bild für Blogbeitrag 2
Transport ▶️ On-demand

Wie AI-Agents die Lieferterminabstimmung übernehmen – Antworten aus dem Webevent mit ProLogistics

Wie digitale Mitarbeiter Teams entlasten, den Avisierungsprozess beschleunigen und Transportkosten senken.

Bild für Blogbeitrag 1
Transport ▶️ On-demand

Tourenoptimierung & Telematik: Antworten aus dem TIS & PTV Webevent

Wie das Zusammenspiel von Echtzeitdaten und Algorithmen für stabilere Planung und niedrigere Kosten sorgt.

Bild für Blogbeitrag
Transport ▶️ On-demand

Transportnetzwerke mit FAP-Daten optimieren - Antworten aus dem even Webevent mit Infios

Über die spannendsten Fragen zu Frachtkostenprüfung, Datenqualität und strategischer Carrier-Steuerung.

Multicolor Vivid Summer Photo Collage A4 Document
Interview Aktuelles Transport

Von 100 Schiffen auf null: Ein System kippt

Wie Geopolitik die Regeln globaler Lieferketten neu schreibt - mit Supply-Chain- und Logistikexperte Muhammad Shoaib.

Maj Britt Pohlmann Portrait 2026 03
People&Culture Interview Frauen in der Logistik

Fifty Fifty – Packen wir es an

Über die Perspektive einer Führungskraft und Executive Coach auf Diversität und strukturelle Hürden - ein Interview mit Maj-Britt Pohlmann.

Stefanie Schlichting
Frauen in der Logistik

Latzhose, Sicherheitsschuhe, Gabelstapler

Warum die Logistik ihr verstaubtes Image ablegen muss - im Interview mit Stefanie Schlichting.

0 B0 A8676 copy
Frauen in der Logistik

Frauenquote allein reicht nicht

Warum Frauen in der Logistik Verantwortung tragen, aber selten an der Spitze stehen - mit Doreen Fischer.

Ruth Pflaum V
Frauen in der Logistik

Vom Betriebshof in die Geschäftsleitung

Wenn Kindheit nach Diesel riecht - ein Interview mit Ruth Pflaum von Spedition Pflaum GmbH.

Cathrin 10 2021 0003
Interview

Warum AutoStore Besucher*innen über die LogiMAT führt

Cathrin Hunter (AutoStore) über mehr Orientierung auf Messen und die Partner-Tour auf der LogiMAT.

Image
Interview

So bereitest du dich wirklich auf die LogiMAT vor - mit Max Meister

Über strukturierte Planung, klare Prioritäten und warum spontane Messebesuche oft Zeitverschwendung sind.