• Sales

Die Realität: Ein Lead ist nicht gleich ein Lead

Sandra Kientsch

5 Schritte zur richtigen Qualifizierung und Fokussierung.

In a nutshell: Zeit ist knapp. Ressourcen sind begrenzt. Und der Druck, Leads schnell zu konvertieren und Kunden zu gewinnen, steigt. Sales und Marketing planen gemeinsame Aktionen die Ergebnisse liefern, aber nicht jeder Lead ist tatsächlich „Sales Qualified“ und die begrenzten Ressourcen und die limitierte Zeit muss sinnvoll eingesetzt werden. Und niemand im Sales-Team sollte Zeit und Energie in Opportunities investieren, die am Ende keine sind.

Viele kennen das Problem: Ein volles CRM, aber die Hälfte der Einträge ist nicht einmal ansatzweise qualifiziert. Doch wie trennt man die Spreu vom Weizen? Wie spart man Zeit, fokussiert Ressourcen und setzt klare Prioritäten? 

Hier kommt die Qualifikation ins Spiel – und ja, auch die Disqualifikation. Denn die besten Deals entstehen, wenn der Fokus auf den richtigen Leads liegt.   

Warum Qualifikation der Schlüssel ist 

Ein sauberer Qualifikationsprozess spart nicht nur Zeit, sondern bringt echte Vorteile: 

  • Bessere Entscheidungen: Datenbasierte Ansätze sorgen für mehr Klarheit. 
  • Weniger Kosten: Jede Akquisition wird effizienter. 
  • Schnellerer Sales Cycle: Mehr Zeit für die echten Chancen. 
  • Präzisere Forecasts: Die Pipeline wird aussagekräftiger und verlässlicher. 

Das Ziel ist klar: Schnell qualifizieren – und dabei konsequent disqualifizieren. 

 5 Schritte, um Leads richtig zu qualifizieren: 

  1. Definiere dein IDEAL CUSTOMER PROFILE (ICP): 
    Bevor du überhaupt über Qualifikation nachdenkst, musst du wissen, wonach du suchst. Wer ist dein idealer Kunde? Welche Probleme hat er? Welches Budget bringt er mit? Ohne klare Kriterien ist jeder Lead ein potenzieller Zeitfresser. 
  2. Setze eine Vorqualifikation ein: 
    Ein paar kurze, aber wichtige Fragen – sei es auf der Website oder vor dem ersten Gespräch – helfen, Leads schnell einzuschätzen. 
    Der Fokus liegt im ersten Schritt auf den Basics: Welche Herausforderungen möchte der Kunde lösen? Gibt es die Bereitschaft, Prozesse in einem absehbaren Zeitraum zu ändern und anzugehen, oder geht es im ersten Schritt „nur“ darum, generelle Informationen einzuholen? Passt der beschriebene Use Case zu eurem Produkt? Welches Budget steht hierfür bereit und passt dies zu eurem Angebot und euren Lösungen? 
  3. Inbound-Leads effektiv nutzen: 
    Inbound-Leads sind oft schon ein Schritt weiter, weil sie von sich aus aktiv werden. Sie haben nach Lösungen gesucht und eure Inhalte gefunden – das ist ein guter Startpunkt. Hier genügt oft ein kurzer Check vorab, um sich gut auf erste Meetings vorbereiten zu können.  
  4. Nutze Frameworks wie beispielsweise MEDDIC: 
    Tools wie MEDDIC helfen dir, die entscheidenden Fragen zu beantworten: Wer trifft die Entscheidungen? Wie hoch ist die Dringlichkeit? Welche Herausforderungen stehen im Fokus? Wie sieht der Entscheidungs- und Freigabeprozess aus?
  5. Sorge für Transparenz in der Buyer Journey: 
    Je klarer und transparenter der Prozess ist und kommuniziert wird, desto schneller kommt ihr gemeinsam ans Ziel und schafft gleichzeitig Commitment eurer Kunden einzuholen. Ein strukturierter Sales-Prozess ermöglicht es, frühzeitig auszusortieren, was nicht passt – und sich auf die richtigen Deals zu konzentrieren. 

Fazit: Fokus auf das Wesentliche 

Nicht jeder Lead ist wertvoll. Aber die richtigen Leads können den Unterschied machen.  
Indem klar definiert wird, worauf es ankommt, und der Qualifikationsprozess optimiert wird, spart man nicht nur Zeit, sondern steigert die Effizienz der Teams enorm.   

Am Ende des Tages zählt eines:  
Klare Prioritäten, weniger Reibungsverluste und volle Konzentration auf die echten Opportunities.

 

Auf der Suche nach einer passenden Lösung für deine Logistik? Hier geht's zur Vergleichsplattform, die dir die Suche erleichtert. 

Autor*in

Sandra Kientsch

Sandra bringt langjährige Sales Erfahrung in Tech Industries mit, insbesondere im Softwarebereich und bei Startups. Als selbstständige Business Trainerin und Interim Sales Managerin unterstützt sie Tech-Unternehmen dabei, ihre Sales-Strategien und -Prozesse nachhaltig aufzubauen. Sie fokussiert sich auf Sales Enablement, Training und Coaching, um Teams mit den richtigen Sales-Methodologien und Prozessen für langfristigen Erfolg auszustatten. Auf even gibt sie wertvolle Einblicke in die Themen Sales-Strategien und effektive Sales-Organisation.


Stefanie Schlichting
Frauen in der Logistik

Latzhose, Sicherheitsschuhe, Gabelstapler

Warum die Logistik ihr verstaubtes Image ablegen muss - im Interview mit Stefanie Schlichting.

0 B0 A8676 copy
Frauen in der Logistik

Frauenquote allein reicht nicht

Warum Frauen in der Logistik Verantwortung tragen, aber selten an der Spitze stehen - mit Doreen Fischer.

Ruth Pflaum V
Frauen in der Logistik

Vom Betriebshof in die Geschäftsleitung

Wenn Kindheit nach Diesel riecht - ein Interview mit Ruth Pflaum von Spedition Pflaum GmbH.

Cathrin 10 2021 0003
Interview

Warum AutoStore Besucher*innen über die LogiMAT führt

Cathrin Hunter (AutoStore) über mehr Orientierung auf Messen und die Partner-Tour auf der LogiMAT.

Image
Interview

So bereitest du dich wirklich auf die LogiMAT vor - mit Max Meister

Über strukturierte Planung, klare Prioritäten und warum spontane Messebesuche oft Zeitverschwendung sind.

Maria Bussmann im Interview mit even
Frauen in der Logistik

Unsichtbar trotz Mitgründung

Warum die Logistik Frauen braucht und sie trotzdem übersieht - ein Gespräch mit Maria Bussmann von majamo fulfillment.

241209 even blog beitragsbild 6
Intralogistik Automatisierung WCS

Warehouse Control System: Stiller Taktgeber automatisierter Materialflüsse

Über die Rolle des WCS in automatisierten Lagern und warum es für stabile Materialflüsse und effiziente Prozesse entscheidend ist.

Even 2
Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit und Logistik – (Einsteiger-) Praxisguide Circular Economy für die Logistik

Die Zukunft der Logistik ist kein gerader Weg mehr, sondern ein Kreis. Dieser Praxisguide hilft beim Einstieg in den Loop.

241127 even blog beitragsbild 8
Wissen WMS

Standard vs. Individualisierung: Wie viel Flexibilität braucht ein gutes WMS wirklich?

Über Konfiguration, Custom Code und was ein WMS wirklich flexibel macht.

IWML thomann people FU 1670 1
Intralogistik Software zum Downloaden

WMS, WCS oder WES: Wie entscheide ich mich für das richtige System?

Über den Weg von ersten Lager-Schmerzen bis zur passenden Software-Lösung.

241209 even blog beitragsbild 5

Was macht ein gutes WMS aus?

Welche Merkmale ein Warehouse Management System in der Praxis auszeichnen: von Funktionsumfang, Technik bis Benutzerfreundlichkeit.

Blogpost 07 02 CE Resilienz Graphic 1
Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit und Logistik - Von der Circular Economy und der Resilienz

Blogpost 2 von 2: Wer Dinge im Kreis führt, kommt besser durch Krisen als jemand, der ständig auf Nachschub hofft.