Negativ-Kommissionierung
Einordnung
Negativ-Kommissionierung bezeichnet Kommissionierlogiken, bei denen das System von einem Vollbestand ausgeht und Entnahmen als Reduktion gebucht werden, oft in speziellen Anwendungsfällen.
Definition
Der Begriff wird nicht überall gleich verwendet. Häufig geht es um Prozesse, bei denen Entnahmen ohne vorherige detaillierte Lagerplatzzuordnung erfolgen und Bestände nachträglich oder aggregiert abgeglichen werden.
Bedeutung für Logistik und Einkauf
Logistik sollte den Begriff sauber definieren, weil er Einfluss auf Bestandsgenauigkeit, Inventur und Auditfähigkeit hat. Einkauf relevant bei Systemauswahl und bei Prozessen mit hohen Compliance-Anforderungen.
Typische Entscheidungsfragen
- Welche Bestandsgenauigkeit ist erforderlich?
- Welche Kontrollmechanismen verhindern Fehlbestände?
- Ist der Prozess auditfähig, etwa für regulierte Waren?
Abgrenzung
Standard-Kommissionierung bucht Entnahmen platzgenau in Echtzeit. Negative Logiken sind Sonderformen und sollten klar begründet werden.